Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG)

SECURIT®

Einscheiben-Sicherheitsglas SECURIT® hat drei herausragende Eigenschaften: Es verfügt über eine vier- bis fünfmal höhere Biegezugfestigkeit als normales Glas, das heißt seine Resistenz gegen Zugbeanspruchungen ist stark erhöht. Es hat eine hohe Beständigkeit gegen rasche Temperaturwechsel und hohe Temperaturunterschiede innerhalb einer Scheibe. Und wenn es bei übermäßiger Belastung doch zerbricht, zerfällt es in stumpfkantige, lose zusammenhängende Krümel (Anforderung festgelegt in DIN 1249-12 sowie EN 12150), die eine weitaus geringere Verletzungsgefahr bergen als die scharfkantigen Scherben von nicht vorgespanntem Glas. Verantwortlich für diese Eigenschaften ist eine spezielle thermische Behandlung des Glases: das „Vorspannen" im Brennofen.

SECURIT-H®

Besondere Anwendungssicherheit bietet SECURIT-H®, das einem speziellen Verfahren, dem Heat-Soak-Test nach DIN EN 14179, unterzogen wird. Der Grund für diesen Test ist das Phänomen des "Spontanbruchs": Scheinbar ohne erkennbare äußere Einwirkung können einzelne ESG-Gläser zerspringen. Verantwortlich dafür sind oft minimale Einschlüsse von Nickelsulfidkristallen - in normalem Glas völlig harmlos, in ESG jedoch problematisch. 

Daher werden vorgespannte Gläser für sicherheitsrelevante Anwendungen kontrolliert auf 290°C erhitzt und mindestens vier Stunden lang auf dieser Temperatur gelagert. Dieses "Heißlagern" sortiert praktisch alle zum Spontanbruch neigenden Scheiben aus, mit einem verschwindend geringen Restrisiko.

SECURIT-H® durchläuft dieses Verfahren und ist damit ein geregeltes Bauprodukt, das ohne Zustimmung im Einzelfall verwendet werden kann.